Technikpreis Gewinner 2014

HAINBUCH Jugend-Technik-Preis 2014 | Pressemitteilung vom 16. Juli 2014

Was die Jugendlichen wieder auf die Beine gestellt haben, ist kaum in Worte zu fassen. Beim Betrachten der eingereichten Prototypen fällt einem die Kinnlade runter, die Ideen sind echt beeindruckend. Wie schon in den letzten beiden Jahren geht es Hainbuch, dem Spannmittelhersteller aus Marbach, um die Bekämpfung des Fachkräftemangels im Bereich Technik. Denn fast jedes Unternehmen sucht seit Jahren gute Mitarbeiter und buhlt um den Nachwuchs. Und heutzutage steht nicht nur das Geld im Vordergrund, sondern Flexibilität im Job und Alternativen zur Präsenzkultur. Entscheidend ist aber auch, wie sehr ein Arbeitsumfeld mit Internationalität lockt oder mit Innovationen in der Organisation. Deshalb ist nach der dritten Ausschreibung auch nicht Schluss. Hainbuch wird weiterhin versuchen Jugendliche vor der Berufswahl für technische Berufe und Hainbuch zu begeistern. Und beweisen nicht insgesamt 43 geniale Projekte seit der ersten Ausschreibung, dass das Land Baden-Württemberg technisch sehr begabte junge Leute hat. Also kann man sich schon wieder auf 2015 freuen.

Klare Worte

Am 15. Juli war es so weit, die sieben besten Ideen wurden von der Jury gekürt. Und Gerhard Rall, geschäftsführender Gesellschafter von Hainbuch, sagte am Tag der Preisverleihung nur ein Wort: »Wow«. »Es ist ein so schönes und wichtiges Ereignis«, so Rall. Für ihn ist »Baden-Württemberg eine Brutstätte von jungen Talenten und die beiden Vorzeigebranchen, Fahrzeugbau und Maschinenbau, brauchen dringend Nachschub.« So sieht das auch Jan Trost, Bürgermeister von Marbach, der sich die Veranstaltung natürlich nicht entgehen lies. Vorab sprach er aber schon mal Lob und Anerkennung an die Schülerinnen und Schüler aus, die dem Aufruf gefolgt sind. Baden-Württemberg hat wirklich begabte Tüftler. Natürlich braucht es auch Firmen wie Hainbuch, die solche Technikprojekte ins Leben rufen. »Ein Land wie Deutschland braucht Nachwuchskräfte, die engagiert sind und Technik vorantreiben«, so Trost. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern und sprach zu den Eltern: »Sie können wirklich stolz auf Ihre Kinder sein.«

Aufgabenstellung: kreativ und pfiffig

Die Schülerinnen, Schüler oder Schülergruppen sollten einen Gegenstand des täglichen Gebrauchs im Hinblick auf Energieeffizienz, Abfallvermeidung sowie Schonung der Ressourcen technisch verbessern. Bis zum 10. Juni 2014 lief die Bewerbungsfrist. Als Gewinn winkten wieder drei Mal 2.000 Euro. Doch die Jungen und Mädchen haben mit ihren Erfindungen so eine Freude am tüfteln, basteln und schrauben bewiesen, dass vermutlich nicht nur das Geld zählte. Etwas zu verändern ist so einfach, das zeigten die Jugendlichen mit ihren tollen Erfindungen, vor allem wenn es um das Thema »Energie« geht.

Marke Eigenbau

Kleine Albert Einsteins stecken in den Jungen und Mädchen, denn es war wieder unglaublich, was für einfallsreiche und raffinierte Ideen abgegeben wurden. Die Ausarbeitungen werden immer aufwendiger und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Technisch hoch komplexe Projekte mit umfassend ausgearbeiteten Konzepten, da kann man nur staunen. Von ganz kleinen bis ganz großen, von groben bis filigranen Prototypen, alles war dabei. Auch die Jüngeren haben vollen Elan und Engagement gezeigt, der Jüngste in der Runde mit 12 Jahren. In diesem Jahr wurden sogar 17 Ideen eingereicht. Wiederholungstäter? Die gab es reichlich, einige Schülerinnen und Schüler haben zum dritten Mal mitgemacht.

Entscheidung jedes Jahr schwerer

Eine echte Herausforderung für die Jury, aus diesen 17 Ideen die drei Besten auszuwählen. Es sind doch alle überaus kreativ. Hinter manchen Ideen stehen hochkomplexe mathematische Berechnungen, hinter manchen einfache, aber dennoch sehr praktische Erfindungen. Wie wurde gewertet? Kreativität – je kreativer und innovativer, desto besser. Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit – realistisch und realisierbar musste die Idee sein, natürlich auch vom Kosten- und Nutzenverhältnis her stimmen. Weitere Pluspunkte gab´s noch für Sicherheit, Handhabung und Einfachheit. Die Entscheidung fiel nicht leicht, deshalb gibt es in diesem Jahr nicht nur drei, sondern gleich sieben Gewinner.

Glückliche Gewinner

Den glücklichen Gewinnern wurde von Geschäftsführer Gerhard Rall eine Tasche mit Geldscheinen im Wert von zweimal 2.000 Euro, je vier Mal 1.000 Euro und einmal 500 Euro überreicht. Das sind aber keine 6.000 Euro, oder? Nein, denn Gerhard Rall hat spontan entschlossen, das Preisvolumen auf 8.500 Euro anzuheben. Da gab´s natürlich tosenden Applaus auf den Rängen. So wurden aus ursprünglich drei Preisen, zwei Hauptpreise, vier zweite Preise und ein Sonderpreis. Verlierer gab es keine, jeder der Teilnehmer wurde für seinen Erfindergeist belohnt und erhielt als Dank fürs Mitmachen 100 Euro sowie eine Urkunde für seine Teilnahme.

Gewinner:

  • Jenni Müller [15 Jahre], Max-Born-Gymnasium Backnang
  • Fabio Schmidberger [16 Jahre], Ernst-Sigle-Gymnasium Kornwestheim
  • Marcel Schmidberger [16 Jahre], Ernst-Sigle-Gymnasium Kornwestheim
  • Philipp Ballmann [20 Jahre], Maschinenbaustudent, DHBW Stuttgart
  • Leonard Knapp [12 Jahre], Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach
  • Felix Jahncke [16 Jahre], Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach
  • Hagen Scheuerer [15 Jahre], Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach

Jury:

  • Jan Trost, Bürgermeister von Marbach
  • Kai Keller, Geschäftsführer Marbacher Zeitung
  • Gerhard Rall, geschäftsführender Gesellschafter Hainbuch
  • Hildegard Rall
  • Sylvia Rall, kaufmännische Geschäftsführerin Hainbuch
  • Sebastian Ivenz, Mitarbeiter Forschung & Entwicklung bei Hainbuch