Technikpreis Gewinner 2015

HAINBUCH Jugend-Technik-Preis 2015 | Pressemitteilung vom 09. Juli 2015

Absurde Ideen? Keineswegs, die Einfälle und Ausarbeitungen der jungen Erfinder sind grandios. Es ist kaum zu glauben, wie mit einfachsten Mitteln Großes bewirkt werden kann. Und eigentlich braucht sich das Land Baden-Württemberg keine Sorgen um die Zukunft beim Thema Fachkräftemangel im Fahrzeug- und Maschinenbau machen, denn begabte und kreative Tüftler stecken in vielen Jugendlichen. Teilweise haben Schülerinnen und Schüler nur keine wirkliche Vorstellung, was man in einer technischen Ausbildung alles lernt. Vor allem haftet dem Beruf des Industriemechanikers ein falsches Image an. Mit »Hände schmutzig machen« hat das heute nicht mehr viel zu tun, vielmehr ist die Arbeit abwechslungsreich, interessant und anspruchsvoll. Die Anforderungen in diesem Beruf sind enorm. Es geht nicht nur um komplexe Vorgänge, sondern auch um die Programmierung der Maschinen und logisches Denken. Deshalb lässt Hainbuch, der Spannmittelhersteller aus Marbach, die Jugend-Technik-Preis-Serie auch nicht abreißen. Hainbuch wird weiterhin versuchen mit verschiedenen Förderprojekten, Jugendliche vor der Berufswahl für technische Berufe und für Hainbuch als Arbeitgeber zu begeistern. Denn jedes Unternehmen sucht gute Mitarbeiter und bemüht sich um den Nachwuchs. Und beweisen nicht insgesamt 61 geniale Ideen seit der ersten Ausschreibung, dass es im Schwabenland technisch sehr begabte junge Leute gibt? Da kann man sich schon wieder auf 2016 freuen.

Großereignis Preisverleihung

Das Entgegenfiebern der Bekanntgabe der Gewinner hatte am 7. Juli ein Ende. Endlich erfuhren die Jugendlichen, samt Eltern, Geschwistern, Großeltern und Lehrern, wer mit einem Preisgeld nach Hause gehen darf. Von der Jury wurden die sieben besten Ideen gekürt und mit rund 50 Gästen ist die Preisverleihung mittlerweile zu einer richtigen Großveranstaltung geworden. Sylvia Rall, kaufmännische Geschäftsführerin von Hainbuch, sagte am Tag der Verleihung: »Boah, was für super Erfindungen«. »Es ist einer der schönsten Termine im Kalender«, so Rall. Für Sylvia Rall ist Baden-Württemberg eine Brutstätte von jungen Talenten. Vorab sprach sie aber ein ganz großes Lob an die Schülerinnen und Schüler aus, die dem Aufruf gefolgt sind und sich wieder mächtig ins Zeug gelegt haben. Und noch ein Satz zu den Eltern: »Sie können super stolz auf Ihre Kinder sein.«

Kriterien: kreativ und originell

Technikfans waren gefragt! Egal ob Grundschüler oder Gymnasiast, einzeln oder im Team, jeder konnte mitmachen, nur das Alter von 21 Jahren sollte nicht überschritten werden. Wer eine Vision hatte oder neue Einfälle zu den Themen Energieeffizienz, Abfallvermeidung sowie Schonung der Ressourcen, sollte einen Gegenstand des täglichen Gebrauchs technisch verbessern oder neu erfinden. Bis zum 17. Juni lief die Bewerbungsfrist. Als Gewinn winkten wieder drei Mal 2.000 Euro. Doch die Jungen und Mädchen haben mit ihren Erfindungen so eine Freude am tüfteln, basteln und schrauben bewiesen, dass vermutlich nicht nur das Geld zählte. Die Ausarbeitungen werden immer aufwendiger und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Technisch hochkomplexe Projekte mit umfassend ausgearbeiteten Konzepten, da kann man nur staunen. Von ganz kleinen bis ganz großen, von groben bis filigranen Prototypen, alles war dabei. Auch die Jüngeren haben vollen Elan und Engagement gezeigt, die Jüngsten in der Runde mit elf Jahren. In diesem Jahr wurden sogar 18 Ideen eingereicht. Wiederholungstäter? Die gab es auch wieder, einige Schülerinnen und Schüler haben zum vierten Mal mitgemacht.

Die Qual der Wahl

Für die Jury war es wieder eine echte Herausforderung, aus diesen 18 Ideen die drei Besten auszuwählen. Und so gab es nicht nur drei Gewinner, sondern gleich sieben wie im Vorjahr. Waren doch alle überaus kreativ. Hinter manchen Ideen stehen ausgeklügelte mathematische Berechnungen, hinter manchen, einfache aber sehr praktische Erfindungen. Auf was kam es der Jury an? Kreativität – je kreativer und origineller, desto besser. Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit – realistisch und realisierbar musste die Idee sein, aber auch vom Kosten- und Nutzenverhältnis her stimmen. Außerdem, dass die Idee an sich verständlich ist.

Strahlende Gesichter

Den glücklichen Gewinnern wurde von Geschäftsführerin Sylvia Rall eine Tasche mit Geldscheinen im Wert von zwei Mal 2.000 Euro, drei Mal 1.000 Euro und zwei mal 500 Euro überreicht. Das sind aber keine 6.000 Euro oder? Nein, denn Hainbuch hat mit den Jurymitgliedern bei der Bewertung beschlossen, das Preisvolumen auf 8.000 Euro anzuheben. So wurden aus ursprünglich drei Preisen, zwei Hauptpreise, drei zweite Preise und zwei Sonderpreise. Verlierer gab es keine, jeder der Teilnehmer wurde für seinen Erfindergeist belohnt und erhielt als Dank fürs Mitmachen 100 Euro sowie eine Urkunde für seine Teilnahme.

Gewinner:

  • David Holtz [15 Jahre], Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach
  • Fabio Schmidberger [17 Jahre], Ernst-Sigle-Gymnasium Kornwestheim
  • Marcel Schmidberger [17 Jahre], Ernst-Sigle-Gymnasium Kornwestheim
  • Julius von Smercek und Can Lehmann [beide 11 Jahre], Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach
  • Daniel Usselmann und Christoph Stirm [17 und 18 Jahre], Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach
  • Karsten Müller und Timur Raupach [beide 18 Jahre], Hilda-Gymnasium Pforzheim
  • Jan Jakob [15 Jahre], Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach

Jury:

  • Jan Trost, Bürgermeister von Marbach
  • Benjamin Kramer [als Vertretung für Kai Keller, Geschäftsführer Marbacher Zeitung]
  • Gerhard Rall, geschäftsführender Gesellschafter Hainbuch
  • Hildegard Rall
  • Sylvia Rall, kaufmännische Geschäftsführerin Hainbuch
  • Sebastian Ivenz, Mitarbeiter Forschung & Entwicklung bei Hainbuch